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    Jüdischer Film
    Ein neues Forschungsfeld im deutschsprachigen Raum
     



    Beschreibung

    "Jüdischer Film" hat sich als Forschungsfeld im englischsprachigen Raum bereits an der Schnittstelle zwischen Jüdischen Studien und Film- und Medienwissenschaft formiert. Fragen der audiovisuellen Repräsentation jüdischer Erfahrung und Geschichte stehen neben Studien zu jüdischem Filmschaffen oder filmischer Erinnerung an die Shoah. In Deutschland steht diese Entwicklung noch ganz am Anfang.
    2020 fand in Potsdam das interdisziplinäre Blankensee Colloquium Jüdischer Film statt und machte den im deutschsprachigen Raum noch kaum strukturiert erschlossenen Forschungsbereich ›Jüdischer Film‹ erstmalig zum Gegenstand interdisziplinärer Diskussionen. Dabei wurden in den Sektionen Repräsentation, Akteur*innen, Rezeption und Filmkultur neben theoretisch-methodischen Fragen auch Herausforderungen und Perspektiven jüdischer Filmfestivals diskutiert und laufende Forschungsprojekte vorgestellt. Die Publikation dokumentiert nun die Beiträge des Colloquiums und erweitert sie, um Jüdische Film Studien in der Bandbreite möglicher Fragestellungen, Gegenstände und Zugänge vorzustellen und neugierig zu machen auf dieses wachsende Forschungsfeld. Mit Beiträgen u. a. von Sven Kramer, Véronique Sina, Klaus Davidowicz, Claudia Sandberg, Chris Wahl, Lihi Nagler, Cathy Gelbin, Sebastian Schirrmeister, Julia Schumacher, Johannes Praetorius-Rhein, Lucy Pizaña, Antonia Schmid, Lisa Schoß, Eik Dödtmann, Ulrike Schneider und Lea Wohl von Haselberg.

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt

    Lea Wohl von Haselberg / Lucy Alejandra Pizaña Pérez
    Von Aufbrüchen und Kontroversen. Eine Einleitung


    Forschungsperspektiven

    Klaus Davidowicz
    High Noon in Vienna. Film als Midrasch

    Chris Wahl
    Filmerbe vs. Filmgeschichte. Über das Jahr 1978, Audiovisuelle Erinnerungskultur und die Domfilme von Rudolf Bamberger

    Cathy S. Gelbin
    Queeres jüdisches Leben auf der Leinwand

    Johannes Praetorius-Rhein
    Filmgeschichte und Gedächtnistheater. Zur historischen Konstruktion eines ‚Jüdischen Films‘ in der Bundesrepublik


    Repräsentationen

    Lisa Schoß
    Darstellungen jüdischer Erfahrungen im Film der DDR. Ein Überblick

    Eik Dödtmann
    Die Darstellung von Ultraorthodoxie im zeitgenössischen Film. Zwischen Fundamentalismuskritik, Multikulturalismus und Jewish Unity

    Véronique Sina
    TRANSPARENT. Jewish Queerness in Serie

    Sven Kramer
    Gesprächsstrategien und Subjektpositionen in Interviewfilmen über die Shoah


    Akteure und Akteurinnen

    Julia Schumacher
    Der tiefe Graben. Filmtheoretische Grundannahmen vs. Forschung zu jüdischen Filmschaffenden

    Claudia Sandberg
    Die frühen Fernseharbeiten von Peter Lilienthal. Ein jüdischer Remigrant im Westdeutschland der Nachkriegszeit

    Lea Wohl von Haselberg
    Ein vergessenes Stück deutscher Fernsehgeschichte und ein Teil jüdischer Filmgeschichte. Karl Fruchtmanns ZEUGEN-Projekt


    Literatur und Film

    Sebastian Schirrmeister
    Jüdische Literatur und jüdischer Film. Interdisziplinäre Überlegungen

    Ulrike Schneider
    „Der Film ist so geworden, weil die Geschichte Dich betrifft.“ Jurek Beckers Roman Der Boxer und die filmische Adaption durch Karl Fruchtmann – ein Vergleich


    Jüdischer Film in der Filmkultur

    Skadi Loist
    Filmfestivals und Identität. Oder: Was haben queere und jüdische Filmfestivals miteinander zu tun?

    Lucy Alejandra Pizaña Pérez
    „A radical intervention with new images of Jews“. Die Entstehung Jüdischer Filmfestivals als Aushandlungsprozess jüdischer Selbstverständnisse

    Lihi Nagler / Lucy Alejandra Pizaña Pérez
    „Stereotypen entgegentreten und Tabus brechen“. Jüdischer Film und Filmfestivalarbeit – ein Gespräch mit der Programmleiterin des Jüdischen Filmfestivals in Warschau

    Rezensionen

    "Eine grundsätzliche Darstellung, die mit Begriffsproblematisierungen und historischen Entwicklungslinien beginnt und dann Einzeluntersuchungen präsentiert [...] Gut lesbar, sollte das Buch auch den nicht akademischen Leser ansprechen." (Frank Arnold, epd film)

    "... ein einzigartiger Einblick in die 'Jüdische Filmgeschichte' und ein wichtiger Beitrag zru Etablierung eines neuen Forschungsfeldes" (Andy Räder, MEDIENwissenschaft Rezensionen | Reviews)

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