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    Porträts und Profile
    Ferenc Fricsay
    Der Dirigent als Musiker
    • Kartoniert

      2023, 203 S., s/w Abb., 1. Auflage
      ISBN 978-3-96707-815-2
      € 26,00
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    • eBook (PDF (Digitales Wasserzeichen))

      2023, 203 S., s/w Abb., 1. Auflage
      ISBN 978-3-96707-816-9
      € 25,99
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    Beschreibung

    Der ungarisch-österreichische Dirigent Ferenc Fricsay (1914–1963) prägte das 20. Jahrhundert und hinterließ viele Maßstäbe setzende historische Aufnahmen. Zunächst leitete er in Szeged ein Jahrzehnt lang das Konzert- und Opernleben. Über Budapest kommend, wo er sich zunächst wegen seiner jüdischen Herkunft mütterlicherseits und wegen seiner Widerstandsaktionen gegen das Horthy-Regime und die deutschen Besatzer verstecken musste, dann an führender Stelle am Wiederaufbau des Opern- und Konzertlebens nach 1945 teilnahm, nach Gastspielen in Wien und bei den Salzburger Festspielen 1947–49, wirkte er in den beiden Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg besonders in Berlin und München. Und als reisender Dirigent machte er auch in Westeuropa, Nord- und Südamerika sowie in Israel Furore.

    Fricsays ungarische Herkunft und Ausbildung prädestinierten ihn für erstrangige Interpretationen der Musik von Bartók und Kodály. Er war ebenso bedeutender Mozart-Dirigent und setzte sich für zeitgenössische Musik ein. Intensiv arbeitete er mit Rundfunkorchestern und widmete sich der Produktion von Schallplatten, um so Tonkunst in radiophonen und diskografischen Medien zu verbreiten. Fricsays umfangreiche Diskografie gibt einen lebendigen Eindruck davon, wie er die von ihm einstudierten musikalischen Kunstwerke aufgefasst hat. Legendär ist hierbei seine künstlerische Zusammenarbeit mit Clara Haskil, Géza Anda und Maria Stader.

    Auf Grundlage kritischen Hörens von Fricsays diskografischer Überlieferung sowie einer Auswertung seines Berliner Nachlasses wirft der Autor ein neues, historisch fundiertes Licht auf die Lebensstationen und die Kunst dieses Dirigenten und Musikers.

    Die Reihe "SOLO – Porträts und Profile" lädt dazu ein, die Künstlerinnen und Künstler der "klassischen" Musik kennenzulernen. Erstmals auf dem deutschsprachigen Buchmarkt stehen hier internationale Interpretinnen und Interpreten des 20. und 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Jedes Buch porträtiert in gut zugänglicher und kompakter Form eine Musiker-Persönlichkeit: Dirigentinnen und Dirigenten, Solistinnen und Solisten, Sängerinnen und Sänger. Biografie und Karriere werden ebenso vorgestellt wie wesentliche Merkmale des individuellen Musizierens. Eine Einordnung des künstlerischen Profils rundet die fundierten Darstellungen ab.

    Die Autorinnen und Autoren der Reihe sind auf ihrem jeweiligen Gebiet ausgewiesene Fachleute und kommen aus Forschung und Praxis.

    Inhaltsverzeichnis

    Einleitung
    Zeittafel
    1 Fricsay über das Dirigieren
    2 Budapest Szeged – Budapest
    Eine musikalische Kindheit und Jugend bis 1933 – Unerlässlich: Orchesterarbeit in der Provinz, als Militär- und Opern-Kapellmeister in Szeged 1933–44 – Dirigieren des Hauptstädtischen Orchesters in Oper und Konzert, 1944–49
    3 Salzburg und die Entscheidung für Berlin
    Internationales Debüt und 'Durchbruch', 1947–49 (Drei Uraufführungen) – Wieder in Salzburg: 1952 und 1961 – 1948: Auf nach Berlin!
    4 An Opernhäusern in Berlin und München
    Städtische/Deutsche Oper Berlin – Bayerische Staatsoper
    5 Fricsay und die Rundfunkorchester
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB), RIAS-Symphonie-Orchester/Radio-Symphonie-Orchester Berlin (RSO) – Sinfonieorchester des Nordwestdeutschen, Norddeutschen, Süddeutschen und Bayerischen Rundfunks – Europäische Rundfunkanstalten – Fernsehproben und -konzerte, Interviews und Fernseh-Porträtfilm
    6 Gastdirigent bei städtischen Orchestern in Berlin, München und Wien
    Berliner Philharmoniker, Bayerisches Staatsorchester, Wiener Symphoniker, Wiener Philharmoniker
    7 Der reisende Dirigent
    8 Wettlauf mit der Krankheit zum Tode
    9 Fricsay und die Moderne
    Ein weites Feld vor der Avantgarde – Bartók, der Wichtigste unter den Modernen – Drei Psalmodien: Honegger, Kodály, Strawinsky – Strawinsky – "ein Kapitel für sich" – Auseinandersetzung mit Schönberg – Kodály – Befreundete Zeitgenossen
    10 Das Universum Mozart
    Mozart generell – Mozart en detail

    Literaturverzeichnis
    Personenregister

    Rezensionen

    "Anlässlich von Fricsays 60. Todestag ermöglicht der renommierte Musikhistoriker und Publizist Peter Sühring in einer eindrucksvollen Monografie eine neue Sicht auf das Leben und Wirken dieses großartigen Menschen und Musikers. Anders als bei den meisten Dirigentendarstellungen schafft Sühring keine neuen Mythen und ergeht sich nicht in distanzlosen, beweihräuchernden Superlativen, sondern dokumentiert sehr detailliert und präzise. Zugrunde liegt dem Buch eine umfangreiche Recherche im Nachlass des Dirigenten und in den Archiven verschiedener Rundfunkanstalten. Und so gelingt eine vollständige Darstellung der vielfältigen unterschiedlichen Stationen des Dirigenten. Sehr lesenswert."

    Das Orchester, 4/2024
    "Der Musikhistoriker und Publizist Peter Sühring hat sich auf Spurensuche begeben und eine Biographie über Leben und Wirken des Ferenc Fricsay verfasst. Dass dieses Buch auch aufgrund eigener Hörerfahrungen und einer gewissen Bewunderung für Friscays Arbeit entstanden ist, überlagert nicht die Qualität der folgenden Kapitel. Von Beweihräucherung ist keine Spur, vielmehr schreibt Sühring sehr präzise und ufert nie aus. Gerade die frühen Jahre Friscays schildert Sühring sehr anschaulich. So entsteht das Bild eines Dirigenten, der entschlossen für seine Ideale kämpft. Ein erfreulich sachliches und lesenswertes Buch."

    Christoph Vratz, SWR 2, 19.7.2023
    "Ein längst überfälliges Buch über den Dirigenten Ferenc Fricsay: Dank einer klaren thematischen Begrenzung und eines mehrdimensionalen Textarrangements, dessen Kapitelanordnung zudem biographische Stationen und institutionelle bzw. repertoiregebundene Schaffensbereiche ausbalanciert, gelingt der Coup einer umfassenden, neuartigen Fricsay-Künstlermonographie ohne jede epische Ausschweifung."

    Andreas Vollberg, info-netz-musik, 9.7.2023
    "Eine ideale Ergänzung, informative und anregende Lektüre zu der umfangreichen Edition der Deutschen Grammophon bietet das fast zeitgleich erschienene Buch von Peter Sühring. Das Verdienst von Sühring ist es, auch die Komplikationen bei Fricsays künstlerischer Arbeit in Berlin detailliert aufzuzeigen. Die bedeutende Monografie ist so zugleich eine Geschichte des Musiklebens in Nachkriegsdeutschland, besonders in Berlin."

    Helge Grünewald, operalounge.de, 21.9.2023
    "In der Buchreihe SOLO, die sich programmatisch ausführenden Musikern widmet, hat der Musikhistoriker Peter Sühring die Monografie 'Ferenc Fricsay: Der Dirigent als Musiker' vorgelegt, die Fricsay, sein Denken und seine Bedeutung lesenswert nahebringt. Es lohnt sich, diesen großartigen Dirigenten näher kennenzulernen."

    Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung, 7.7.2023
    "Mit seiner Monografie hat Sühring auch dank des erschlosse­nen Fricsay-Nachlasses nun ein höchst faktenreiches Porträt eines Dirigenten gezeichnet, der zwar nie den Ruhm etwa seiner ungarischen Kollegen Sir Georg Solti oder George Szell erreichte (was natür­lich auch an seiner kurzen Lebens­spanne von nicht einmal 50 Jahren lag). Sein Name steht aber für eine glanzvolle Ära, die Fricsay mit sei­ner Mischung aus Leidenschaft und Präzision auch als Chef des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin prägte."

    Guido Fischer, RONDO, 3/2023
    "Peter Sühring hat eine beeindruckende Fülle von Material zusammengetragen: Programme, Auftritte, Aufnahmen. Man bekommt einen guten Überblick über Fricsay als Mensch und Musiker. In den stärksten Momenten des Buches gelingt es dem Autor zu verdeutlichen, wie modern und ihrer Zeit voraus Fricsays Interpretationen mit ihrer Abkehr von Schwere und Sentimentalität hin zu dynamisch-zupackenden Ansätzen auf der Basis zügiger Tempi waren. Insgesamt ist diese Darstellung ein lesenswertes und wichtiges Buch, zumal man in Sachen Fricsay-Biographik kaum Alternativen hat."

    Andreas Göbel, rbb Kultur, 4.3.2024

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