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    Grauzonen
    Positionen zwischen Literatur und Film. 1910–1960
     



    Beschreibung

    Der Band widmet sich den Beziehungen zwischen Literatur und Film in den ersten Jahrzehnten ihres Mit- und Gegeneinanders, einer Zeit produktiver Reibung, bei der es darum ging, sich voneinander abzugrenzen, aber auch voneinander zu lernen. Diesen Beziehungen soll dort nachgespürt werden, wo sie sich besonders prägnant entwickelt haben: angefangen bei den ersten zögerlichen und heftigen Reaktionen bis zur virtuosen und subtilen Beherrschung verschiedener Spielarten der Intermedialität. Dabei erschöpft sich das Verhältnis von Literatur und Film längst nicht in Fragen medialer Differenz oder Konvergenz. Viel häufiger verweisen die Bewegungen wechselseitiger Ausgrenzung und Einschließung auf einen gemeinsamen zeitgeschichtlichen Horizont von Vertretern der Literatur und des Films, in dem die historische und soziale Verfasstheit ihres Denken und Schaffens zum Ausdruck kommt. Stand die Kinodebatte zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts noch unter dem Stern eines Wettstreits der Künste, gelten die hier versammelten Beiträge dem interdisziplinären Dialog zwischen Literatur- und Filmwissenschaft über Werke von Musil, Kafka, Brecht, Balázs, Murnau, Lang und anderen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Topografie der Medien – ungeachtet der Versuche "territorialer" Grenzabsteckungen – über hybride Zwischenräume verfügt. Aus unterschiedlichen Perspektiven werden diese Zonen jenseits des scharf konturierten Schwarz und Weiß medialer Distinktionen ausgelotet: die Grauzonen zwischen Literatur und Film.

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