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    Wessen Traum, wessen Gesang?
    Traum und Musiktheater bei Kaija Saariaho und Salvatore Sciarrino

    • Kartoniert

      Februar 2026, ca. 480 S., farb. Abb. , Notenbl., 1. Auflage
      ISBN 978-3-689-30067-8
      ca. € 42,00
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    • eBook (PDF)

      2026, ca. 480 S., farb. Abb. , Notenbl., 1. Auflage
      ISBN 978-3-689-30068-5
      ca. € 41,99
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    Beschreibung

    Kaum ein anderer Komponist hat das europäische Musiktheater zu Beginn des 21. Jahrhunderts geprägt wie Kaija Saariaho (1952–2023) und Salvatore Sciarrino (*1947). In ihrer jeweiligen Poetologie sowie in der dramaturgischen und kompositorischen Faktur ihrer Werke räumen beide Künstler dem Traum eine zentrale Stellung ein.

    Als alogische Erfahrung im Inneren des Subjekts fordert der Traum tradierte Identitäts- und Rationalitätskonzepte heraus: Quer durch alle Künste verhandeln ästhetische Traumdarstellungen anthropologische Modelle, Subjektivitätskonzepte und Gesellschaftsentwürfe neu und stellen tradierte Gattungstypologien und mediale Grenzen infrage. Vor diesem Hintergrund untersucht das Buch die poetologischen Positionen beider Komponisten und jeweils zwei ihrer musiktheatralischen Werke: "L'amour de loin" (UA 2000) und "Adriana Mater" (UA 2006) für Saariaho, "Lohengrin" (UA 1983) und "Superflumina" (UA 2010) für Sciarrino. Abschließend wird nach einem gemeinsamen ästhetischen und kulturgeschichtlichen Horizont jenseits poetologischer und stilistischer Unterschiede gefragt – und damit nach einer Standortbestimmung des europäischen Musiktheaters der Gegenwart.

    Inhaltsverzeichnis

    Danksagung
    Editorische Hinweise

    Einleitung
    1. Traum – Kulturgeschichte – Musikwissenschaft: Forschungsstand und desiderata
    2. Traum – Musik – Moderne: Der kultur- und musikgeschichtliche Rahmen
    3. Das Musiktheater von Kaija Saariaho und Salvatore Sciarrino: Leitlinien der Untersuchung

    Teil I
    I.1 Kaija Saariaho zur Einführung: Leben, Werke und Poetik
    I.2 Themen – Ansätze – Probleme: Fluchtpunkte der Saariaho-Forschung
    I.3 "From the Grammar of Dreams": Traum – Körper – Wissen
    I.4 "L'amour de loin": Oper – Traum – Metaphysik
    I.5 "Adriana Mater": Humanismus und Mitleid

    Teil II
    II.1 Salvatore Sciarrino zur Einführung: Leben, Werke und Poetik
    II.2 Mit Bachelard / Jenseits Bachelard: Sciarrinos Traum- und Musikpoetik
    II.3 "Lohengrin": Subjektwerdung als Gesellschaftskritik
    II.4 "Superflumina": Oper und Biopolitik

    Schlussbetrachtungen
    1. Versunkene Kathedralen und musikalisches Unbehagen
    2. Was für ein Subjekt auf der Bühne? Subjektiver Ausdruck und subjektive Destitution
    3. Ausblick: Eine gemeinsame Ästhetik?

    Appendix: Handlung der untersuchten musiktheatralischen Werke
    Teil I: Kaija Saariaho
    Teil II: Salvatore Sciarrino

    Literaturverzeichnis
    I. Schriften, Interviews, Texte und Partituren von Kaija Saariaho
    II. Schriften, Interviews, Texte und Partituren von Salvatore Sciarrino
    III. Sekundärliteratur

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