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    Band 18
    Neue Sensibilität: Vorschläge zu einem Kanon
    • Kartoniert

      2024, 319 S., farb. Abb., 1. Auflage
      ISBN 978-3-96707-931-9
      € 34,00
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    • eBook (PDF)

      2024, 319 S., farb. Abb., 1. Auflage
      ISBN 978-3-96707-932-6
      € 33,99
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    Beschreibung

    Provokative Drastik, Massenmedien- und Konsumbezug, Sex- und Gewaltdarstellungen sowie nicht zuletzt die experimentelle Strapazierung des Buchmediums zielen auf nicht weniger als eine "Revolution der Wahrnehmung".
    Die Literatur der "Neuen Sensibilität" (circa 1965–1975) ist bis heute weitgehend terra incognita der deutschsprachigen Literaturgeschichte geblieben. Sie wird von einer nur lose integrierten intellektuellen Formation getragen, die sich teils explizit, teils implizit auf die aus den USA importierten begrifflichen Einsätze von Susan Sontag, Tom Wolfe, Leslie A. Fiedler, Herbert Marcuse u. a. bezieht. In den Werken von seinerzeit jungen Autorinnen und Autoren wie Elfriede Jelinek, Rolf Dieter Brinkmann, Renate Matthaei, Peter Handke, Renate Rasp, Hubert Fichte, Barbara Frischmuth, Gerhard Zwerenz oder Helga M. Novak wird die Agenda der Neuen Sensibilität fassbar: Provokative Drastik, Massenmedien- und Konsumbezug, Sex- und Gewaltdarstellungen sowie nicht zuletzt die experimentelle Strapazierung des Buchmediums zielen auf nicht weniger als auf eine "Revolution der Wahrnehmung". Sie hat die Gatekeeper in Literaturkritik und Literaturwissenschaft unter erheblichen Abwehrstress gesetzt. Gegenüber der literarischen Tradition und bewährten literaturkritischen Usancen setzt die Neue Sensibilität auf radikale Diskontinuierung: Sie forciert die Geste des "einfach Anfangens" (Brinkmann) und eines die populäre Kultur strikt integrierenden Bezugs auf die Gegenwart.

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis

    Jörgen Schäfer / Georg Stanitzek
    Die Neue Sensibilität: Thesen

    Jörgen Schäfer
    "Weil die Revolution der Sensibilität der des Ausdrucks davonläuft".
    Leslie Fiedler, die Neuen Mutanten und die deutschsprachige Literatur 1968 ff.

    Roberto Di Bella
    "Kunst schreitet nicht fort, sie erweitert sich".
    Rolf Dieter Brinkmann und die Einübung einer neuen Sensibilität

    Marie Sophie Beckmann
    Den Untergrund durchblättern.
    Ein Rückblick auf die Kölner Underground-Filminitiative XSCREEN (1968–1971)

    Anna Estermann
    Professionell sensibel?
    Peter Handkes "Fundstücke" in Deutsche Gedichte und Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt

    Daniela Gretz
    Die Palette.
    Hubert Fichtes Neue Sensibilität und ihre intermedialen Erlebnisweisen

    Christine Weder
    Ein "Frauenroman" der Neuen Sensibilität.
    Gerhard Zwerenz’ Erbarmen mit den Männern (1968)

    Ursula Geitner
    Die Klosterschule als "Objekt".
    Zur Poetologie der Neuen Sensibilität

    Isabella Greiner
    Meine eigene Figur / wie sie sich bewegt.
    Körperbilder und Geschlechterrollen in Renate Rasps Gedichtband Eine Rennstrecke

    Lena Hintze
    Ein Experiment der Neuen Sensibilität.
    Textgestalt und Buchmaterialität von Elfriede Jelineks wir sind lockvögel baby!

    Ana de Almeida & Christian Wimplinger
    Kooperation und Empfindung.
    Helga M. Novaks politische Prosa der Neuen Sensibilität

    Georg Stanitzek
    Anfänge.
    Die Gegenwartsliteratur in Renate Matthaeis Grenzverschiebung von 1970

    Beiträgerinnen und Beiträger

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