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    Cool. Jazz als Gegenkultur im westlichen Nachkriegsdeutschland
    • Gebunden

      2024, 442 S., farb. Abb. , s/w Abb., 1. Auflage
      ISBN 978-3-96707-915-9
      € 42,00
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    • eBook (PDF (Digitales Wasserzeichen))

      2024, 442 S., farb. Abb. , s/w Abb., 1. Auflage
      ISBN 978-3-96707-916-6
      € 41,99
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    Beschreibung

    Jazz übte eine eminente kulturelle Wirkung auf zahlreiche Sphären der neuen Öffentlichkeit Deutschlands nach der Befreiung 1945 aus und wurde zum Ausdruck eines komplexen Zeit- und Lebensgefühls, das weit über Liebhaberkreise hinaus Einfluss auch auf Literatur und Film, Debatten und Diskurse genommen hat.

    Das Buch zeigt in konzisen Lektüren der unterschiedlichsten Zeugnisse – von Fan-Zines und Leserbriefen über Essays und Sachliteratur, Romane, Hörspiele und Filme bis zu Zeitschriften wie "twen" oder mündlichen Überlieferungen aus der "Exi"-Jugendszene –, in welchem Maß Jazz durch seine enge Verknüpfung mit der radikal kritischen, dabei zugleich 'zurückgenommenen' Haltung des amerikanischen Cool gegenkulturelle Virulenz zum restaurativen Geist der Adenauer-Ära entfaltet hat. Zugleich wird deutlich, dass diese Virulenz durch die besonderen Bedingungen im Westdeutschland der Nachkriegsjahre spezifisch aufgerufen wurde. Zu diesen gerade an diesem Ort relevanten, letztlich unvermeidlichen Bedeutungsfeldern gerieten vor allem die Frage nach dem Rassismus, die Frage nach der nationalen 'Identität' und schließlich die Revision des Verhältnisses von Ethik und Ästhetik durch eine radikale Ausdruckskultur.

    Jazz wird erkennbar als genuiner Ausdruck eines zutiefst skeptischen Lebensgefühls – bis die charakteristische Haltung des Cool durch die des lautstarken und aktivistischen Protestes einschließlich der sie begleitenden neuen musikalischen Soundtracks abgelöst wurde.

    Inhaltsverzeichnis

    ein vordem nie gekanntes Hochgefühl. Einführung
    Im Frühjahr 1945 – Cool – Gegenkultur – Zeitfenster 1945–1969

    I. Kampf um Selbstbestimmung – 1945–1950
    - Warum hüllt ihr euch sonst in Schweigen? Die Hot Clubs nach der Befreiung (1945–1947)
    Jazz während des NS-Regimes – Frankfurter Anfänge – Hypotheken des NS-Rassismus – Exklusivität und politische Abstinenz – Olaf Hudtwalckers Intervention
    - Das deutsche Ohr verlangt die Melodie. Die "Hör zu!"-Kampagne von 1947/48
    Der Auftakt – Steigerung und erste Verteidigungsrede – Eine Gegenpolemik – und weitere Reaktionen – Das Einlenken der Sendeanstalt – Die Bilanz
    - klarinettenhart. Wolfgang Borcherts "Das ist unser Manifest" (1947)
    Borchert im Nachkrieg – Funktion der Härte
    ... bleibt aber hochanständig. Rudolf Jugerts Musikfilm "Hallo, Fräulein -!" (1949)
    Der Film – Marketing, Publikumsaufnahme, Pressestimmen – Eine besondere Wortmeldung
    - Je ordnungsloser die Zeit, desto notwendiger der Rhythmus. Joachim-Ernst Berendts "Der Jazz – Eine zeitkritische Studie" (1950)
    Ideologischer Wiederaufbau in den Westzonen – Berendts Epochendiagnose – Kulturkonservative Ausrichtung mit gegenläufigen Einschlüssen – Zeitgenössisches Echo und jüngere Lektüren

    II. Durchbruch in die Diskurse – 1951–1954
    - another people's struggle for freedom. Sidney Finkelsteins "Jazz" (1951)
    Eine marxistische Jazz-Geschichte – Kampf gegen den Rassismus – Im westdeutschen Kulturbetrieb
    - Solidarität der weißen Rasse. Wolfgang Koeppens "Tauben im Gras" (1951)
    Ein Tag in Deutschland/ Germany – Jazz in "Tauben im Gras" – Körperlichkeit und 'Rasse' – Aufnahme in Westdeutschland
    - falsche Liquidation der Kunst. Adorno im "Merkur" (1953)
    Die Initiative Hans Paeschkes – Adornos Auseinandersetzung mit dem Jazz 1933–1936 – Adornos "Merkur"-Beitrag – Ware contra Widerständigkeit – Berendts Antwort – Adornos Erwiderung – Was 'blieb'
    - Für alle. Joachim Ernst Berendts "das jazzbuch" (1953)
    Angriff auf das Bildungsprivileg – Erfahrung des 'Echten', ihre Gefahren und Rezepte zu ihrer Einhegung – Deutsche Reaktionen und internationales Echo
    - sehen, was wirklich geschieht, wenn Jazz geschieht. Joachim Ernst Berendts "Jazz optisch" (1954)
    Die Entwicklung der Jazzfotografie bis Anfang der 1950er Jahre – Der "ideale Helfer": Berendts Einsetzung der Jazzfotografie in Westdeutschland – Bürgerliche Respektabilität und Durchscheinen der Gefährdung – Reaktionen und Wirkungen

    III. Höhenkamm und Underground – 1958–1959
    - meilenweit von allem Menschlichen entfernt. Louis Malles "Fahrstuhl zum Schafott" (1958)
    Die Pariser Konstellation – Der Film – Französische Stimmen, Aufnahme in Deutschland
    - um beginnender Schamlosigkeit zu begegnen. Günter Grass' "Die Blechtrommel" (1959)
    Günter Grass in der Düsseldorfer Jazz-Szene – Oskar der Jazzmusiker – Weltruhm und deutsche Diskussion
    - brennen, brennen, brennen. Jack Kerouacs "Unterwegs" (1959)
    Das Gerücht von der "Beat Generation" – Bebop in "Unterwegs" – Die Aufspaltung der Rezeption

    IV. Zwischen Zeitgeist und Mode – 1958–1960
    - einfach rauh. Alfred Anderschs Funk-Collage "Der Tod des James Dean" (1959)
    Zeitzeichen, eingesprengt – Kenny Clarke und Charles de Gaulle – "Vorm Einsatz des Sprechers Musik kurz wegnehmen"
    - Das war praktisch der erste Ausweg. Die Exis
    Jugend 1958 – "Paris" in der Kleinen Bockenheimer und anderswo – Einhegungsversuche und Resistenz – Ende und Erbe
    - Bitte geben Sie nicht zu viel Geld aus. Die Zeitschrift "twen" (1959)
    Die Wende zum Kommerz – "TWEN Hamburg Bummel": Was man in Jazzkellern trägt

    V. Aus- und Nachklänge
    - Private Befindlichkeit. Fritz Rudolf Fries' "Der Weg nach Oobliadooh" (1966)
    "Are you listenin'?" – Leipziger Cool 1957 – Die konservative Kritik; zwischen Reaktion und Kaltem Krieg – Die neue Kritik von links
    - bestand aber plötzlich / auf Albert Ayler. Friedrich Christian Delius' "Die Zukunft der Schönheit" (1966/2018)
    Eine Nacht in der Lower East Side
    - die in Wahrheit progressive Klasse. Deutsche Reaktionen auf LeRoi Jones' "Blues People" (1969)
    Ein amerikanischer Klassiker – Die deutsche Rezeption

    Literaturverzeichnis
    Bildnachweis
    Dank
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