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    Menschenbildung durch Musik
    Leo Kestenberg und Weimars Musikreform 1918–1932
    • Gebunden

      2023, 440 S., farb. Abb. , s/w Abb., 1. Auflage
      ISBN 978-3-96707-518-2
      € 42,00
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    • eBook (PDF (Digitales Wasserzeichen))

      2023, 440 S., farb. Abb. , s/w Abb., 1. Auflage
      ISBN 978-3-96707-519-9
      € 41,99
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    Beschreibung

    Inmitten der Turbulenzen der Weimarer Zeit setzte sich Leo Kestenberg (1882–1962) für ein fast utopisches Ziel ein: Menschenbildung durch Musik.

    Die Welle der Revolution trug den Sozialisten und Busoni-Schüler Kestenberg 1918 ins preußische Kultusministerium. Inspiriert von der Hoffnung, dass sich eine Erneuerung des Musiklebens im Zuge gesellschaftlich-kultureller Veränderungen ermöglichen lässt, wollte er "Volksbildung" und Neue Musik miteinander verbinden. Er konnte erreichen, dass Franz Schreker, Ferruccio Busoni, Arnold Schönberg und Paul Hindemith nach Berlin berufen wurden, unterstützte einen jungen Komponisten wie Ernst Krenek und gilt als Spiritus Rector der Kroll-Oper unter Otto Klemperer. Angesichts immer neuer Krisen mündete der Aufbruch der frühen Zwanzigerjahre jedoch notgedrungen in eine Politik der Bewahrung.

    Heute gilt Kestenberg, der 1933 nach Prag floh und später in Israel lebte, in erster Linie als ein Repräsentant der Musikpädagogik. Dieses Buch behandelt dagegen seine weitgreifenden kulturreformerischen Ideen und die kulturpolitische Dimension seines Wirkens.

    Inhaltsverzeichnis

    Einleitung

    I Vorgeschichte
    Zwischen Arbeiterbewegung und "hoher Kunst": Der junge Kestenberg

    II Weimars Musikreform – Idee und Wirklichkeit
    1 Das demokratische Preußen und die politischen Voraussetzungen der Musikreform
    2 "Kultus, Kunst, Kestenberg": Kestenbergs Position und Programm
    3 Kestenberg und das Berlin der Zwanzigerjahre
    4 "Musik über den Völkern. Volksmusik": Kestenberg und der Nationalgedanke

    III Schwerpunkte der Reform
    1 Volksoper: Die Volksbühne, die Kroll-Oper und Klemperer
    2 Musikhochschule. Die Reform der Ausbildung und die Berufungen von Schreker, Busoni, Schönberg und Hindemith
    3 "Kunst und Technik": Musikalische Experimente in den Anfängen des Rundfunks und Tonfilms

    IV Kestenberg und seine Weggefährten
    1 Kritik des Musiklebens: Kestenberg und Bekker
    2 "Pestalozzi-Gedanken": Kestenberg und Schünemann
    3 Bayreuths republikanische Antipoden: Kestenberg und die Beidlers

    V Nachgeschichte
    Kestenberg in Israel und die deutsche Nachkriegszeit

    Anhang
    1 Entlegene Veröffentlichungen Kestenbergs
    a) "Arbeiterschaft und neue Musik", 1929
    b) "Arbeitergesang und Volksbildung", 1931
    c) "Bekenntnis zu Kokoschka", 1931

    2 Bemerkungen zum Forschungs- und Diskussionsstand

    Zeittafel
    Nachwort
    Quellen- und Literaturverzeichnis
    Personenregister

    Rezensionen

    "Kestenbergs vielfältiges Wirken lebt bis heute fort. Der jüngste Forschungsbeitrag stammt von dem Historiker Dietmar Schenk, der Kestenbergs Rolle als angeblicher 'Musikdiktator' einerseits relativiert, anderseits den Blick weitet, etwa auf die Beziehungen zum Kreis um den Verlag Cassirer, dem unter anderen die Schauspielerin Tilla Durieux, die Dichterin Else Lasker-Schüler und die bildenden Künstler Ernst Barlach und Oskar Kokoschka angehörten. Vorgesetzte, Mitarbeiter und Weggefährten werden gewürdigt, unter diesen der Schweizer Wagner-Enkel Franz Beidler und seine Frau, auch Vorträge und Publikationen Kestenbergs bezieht Schenk in seine Studie ein. Über Kestenbergs Privatleben erfährt man wenig – klare Konturen erhält Kestenberg hingegen als Kulturpolitiker. In heutiger Terminologie würde man ihn wohl als unermüdlichen und charismatischen Netzwerker bezeichnen."

    NZZ, 5.2.2024

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