Beschreibung
Marguerite Duras‘ eigenwillig-lakonischer Sound bewegte Generationen, die eines bestaunten: den Facettenreichtum der Liebe – so ekstatisch wie in "Hiroshima mon amour", so kalkuliert-manipulativ wie in "Der Liebhaber" oder so verzweifelt, geradezu zersetzend wie in "Die Verzückung der Lol V. Stein". Kaum eine andere Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts hat in ihren Texten die Abgründe und Grenzenlosigkeit der Liebe so erfahrbar gemacht wie sie.
Inhaltsverzeichnis
INHALT
Der Funkenschlag
Liebe, Macht und Archetypen
Die Liebe und der Krieg
Tabuisierte Liebe – vom Ehebruch zum Inzest
Eine Liebe so groß wie Europa – Marguerite und Yann
Die Liebe zum Schreiben
Conclusion
Anmerkungen
Rezensionen
"Die Umschlagabbildung des ästhetisch fein gestalteten Büchleins zeigt eine Fotografie Marguerite Duras' und Yann Andreas, ihres fast vierzig Jahre jüngeren Geliebten, der mit der Autorin ihre letzten Lebensjahre verbrachte und sie 'gleichsam als Muse und Sprachgefährte' (Hayer) begleitete. In sechs Kapitel und einer 'Conclusion' umkreist Hayer, Privatdozent am Institut für Germanistik der Universität Landau sowie Verfasser und Herausgeber einer Vielzahl wissenschaftlicher Schriften sowie einiger literarischer Publikationen, das Phänomen Liebe in Leben und Werk der Autorin. Stilistisch elegant und kenntnisreich geschrieben, das Thema subjektiv-flanierend umkreisend, erfüllt der Text die formalen und inhaltlichen Kriterien des gewählten Genres zur Gänze. Eloquenz und Belesenheit bieten eine Lektüre mit Gewinn."
Katja Hachenberg, Literaturkritik.de, 2.1.2025
"Wenn die Liebe auftritt, sind Alter und Geschlecht nebensächlich. So geschehen beim Zusammentreffen von Marguerite Duras und dem 40 Jahre jüngeren homosexuellen Studenten Yann Andre. Die beiden blieben 16 Jahre (bis zu Duras’ Tod) zusammen, in einer intensiven intellektuellen und emotional verbundenen Beziehung. Björn Hayer folgt dem faszinierenden Leben und der leidenschaftlichen Literatur der großen französischen Schriftstellerin, die im ehemaligen Indochina in Armut aufgewachsen ist."
Die Presse, 11.7.2025