Allgemeine Informationen über das Lexikon
Über den Herausgeber
Vorwort des Herausgebers
Aufbau des Lexikons
Musterartikel: Günter Grass
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Vorwort des Herausgebers
Das »Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur – KLG« informiert ausführlich über die deutschsprachigen Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren wesentliches Werk nach 1945 entstanden ist oder hauptsächlich gewirkt hat.
Nun verschiebt sich das, was der Leser unter Gegenwartsliteratur versteht, unmerklich in die Zukunft. Doch das Neue in der jeweiligen Gegenwartsliteratur beginnt selten mit einem Paukenschlag; die neuen literarischen Ansätze kommen nicht aus den Repräsentationen, sondern entstehen in ihrem Schatten. Das KLG informiert deshalb solide und ausführlich vor allem über jene mehr oder weniger bekannten Autorinnen und Autoren, die schon einige Bücher mit erkennbaren Ansätzen zu einem kontinuierlichen interessanten und wichtigen Werk veröffentlicht haben. Selbstverständlich können sich, wie die Erfahrung im Umgang mit dem KLG zeigt, über die Aufnahme von Autorinnen und Autoren ins Lexikon unterschiedliche Bewertungen und Wünsche ergeben. Jeder Leser und also Benutzer des KLG hat ja seine eigene literarische Welt im Kopf.
Das Wort ›kritisch‹ wurde 1978 bei der Gründung dieses Lexikons nicht als modischer Anstrich, sondern mit Bedacht für seinen Titel gewählt: weil sich die Artikel des KLG nicht mit werkimmanenten und allgemeinen Beschreibungen begnügen, sondern Werk und Autor im Zusammenhang der zeitgenössischen Literatur darstellen und problematisieren. Die kritische Position in diesen Artikeln ist die ihrer Verfasser, die über dem Text genannt sind - und ›kritisch‹ meint nicht negativ, sondern entschieden. Das solchermaßen subjektive Element aller literarischen Kritik, das ja auch ihren Gegenstand: die Literatur auszeichnet, soll damit offen ausgewiesen werden.
Die erstmals im KLG für ein Literaturlexikon angewendete Methode der aktualisierenden Fortschreibung und Ergänzung der Essays und Bibliografien garantiert dem Leser den Blick auf Veränderungen und Entwicklungen der Literatur. Die regelmäßigen Nachlieferungen erlauben es nicht nur, Beiträge über neue Autorinnen und Autoren aufzunehmen, sondern auch, über wichtige neue Bücher bekannter Autorinnen und Autoren zu informieren, die vorhandenen Artikel fortzuschreiben und biografische Notizen und Bibliografien zu ergänzen. Dabei werden die Essays über Autoren, deren Werk sich eher langsam entwickelt, nicht so häufig fortgeschrieben wie die Essays über solche, deren Werk dynamisch wächst und eine deutliche Resonanz erfährt. So signalisieren Artikel, die lange Zeit nicht aktualisiert wurden, oft auch, dass es nichts oder nichts Wichtiges gab, das lohnte, ergänzt zu werden.
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